Dr. med. Thomas Holzmann
Facharzt für Chirurgie
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Im folgenden einige der wichtigsten minimal-invasiven Eingriffe: 
Die laparoskopische Entfernung der Gallenblase ist der Klassiker unter den minimal-invasiven Eingriffen schlechthin. Die Technik ist derart entwickelt, dass in erfahrenen Händen heute mehr als 95% aller Gallenoperationen laparoskopisch erfolgen können. Nur noch in seltenen Ausnahmesituationen, wie z.B. bei schwersten vereiternden Entzündungen oder bei schwersten Verwachsungen nach Voroperationen im Oberbauch muß heute auf die alte, offene Operationstechnik über einen Leibschnitt zurückgegriffen werden. Natürlich wird die laparoskopische Gallenoperation immer in voller Bereitschaft für einen offenen Eingriff durchgeführt, um z.B. bei einer nicht kontrollierbaren Blutung in wenigen Sekunden umsteigen zu können. Für die laparoskopische Operation werden über 4 kleine Einstichstellen Sonden in den Bauch eingeführt. Diese dienen als Platzhalter für die Operationsinstrumente und die Fernsehkamera. Die Gallenblase wird (wie früher bei der offenen Operation auch) komplett zusammen mit den Steinen über die kleine Öffnung am Nabel entfernt. Eine Entlassung aus dem Krankenhaus ist normalerweise am 2. bis 4. Tag nach dem Eingriff möglich. Der Hauptvorteil dieser Operation liegt in der raschen Erholungsphase, den geringen Schmerzen und dem überzeugenden kosmetischen Ergebnis. Von Eingriffen, wie einer Steinentfernung oder Steinauflösung ohne Resektion der Gallenblase oder Gallensteinzertrümmerung raten wir ab.

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Auch beim Leistenbruch setzt sich zunehmend die minimal-invasive Chirurgie durch, wenngleich hier die konventionellen Verfahren wie die Shouldice- oder Lichtenstein-Technik einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen als z.B. die offene Operation bei der Galle. Dies gilt vor allem für Patienten mit einem hohen Narkose-Risiko. Bei der laparoskopischen Leistenbruchoperation wird die Bruchlücke von innen mit einem Kunststoffnetz verschlossen, das spannungsfrei hinter dem Bauchfell eingebracht wird. Die wesentlichen Vorteile sind geringere Schmerzen und praktisch sofortige körperliche Belastbarkeit, aber auch, wie wir heute wissen, die deutlich besseren Ergebnisse bezüglich Wundheilungsstörung oder Wiederholungsbruch. In der Regel können die Patienten bereits nach 12-14 Tagen wieder arbeiten und Sport betreiben. Wir empfehlen heute allen unseren Patienten, die für eine Vollnarkose infrage kommen und bei denen auch sonst nichts gegen eine Bauchspiegelung spricht, eine laparoskopische Hernien Operation (sogen. TAPP).

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Die Blinddarmoperation auf laparoskopischem Wege war längere Zeit Gegenstand kontroverser Diskussionen unter den Chirurgen. Unserer Meinung nach ist die laparoskopische Appendektomie jedoch ganz klar die Technik der Wahl. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Spiegelung der Bauchraumes ermöglicht eine sorgfältige Inspektion des gesamten Bauchraumes. Damit lassen sich z.B. gynäkologische Erkrankungen, die eine Blinddarmentzündung vortäuschen können, eindeutig nachweisen. Außerdem ist die laparoskopische Präparation gerade bei schwieriger Lage oder Lageanomalien des Blinddarms technisch deutlich einfacher und exakter als bei der offenen Operation über einen möglichst kleinen Schnitt. Schließlich überzeugt der kosmetische Aspekt der laparoskopischen Operation. Operationszeit, -Kosten und Komplikationsraten unterscheiden sich in kompetenten Händen nicht.

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In zunehmendem Maße wird die Laparoskopie heute auch zur ergänzenden Diagnostik bei Bauchtumoren, aber auch zur Abklärung von Bauchbeschwerden unbekannten Ursprungs verwendet. So lassen sich gynäkologische Erkrankungen wie die Endometriose oder Eierstockzysten von Erkrankungen des Darmes, einer Blinddarmreizung oder von Verwachsungen abgrenzen und bei der Gelegenheit auch gleich beheben.